Iriomote-jima - Welcome To The Jungle!

Bei einem Besuch der Dschungelinsel Iriomote wird man recht schnell feststellen, daß die Uhren hier deutlich langsamer zu ticken scheinen. Alles erscheint noch etwas ruhiger und gemächlicher abzulaufen. Hierher kommt man, um die ursprüngliche subtropische Wildnis kennenzulernen, die die Insel nach wie vor zum größten Teil bedeckt.
Am einfachsten geht das mit einer kombinierten Bootstour durch die Mangrovenwälder am Fluß Urauchi-gawa mit anschließender Wanderung zu den Mariyudō-Wasserfällen. Hierbei sollte man die Bäume sowie das Gebüsch links und rechts des Weges im Auge behalten, um nicht die eine oder andere farbenprächtige Eidechse oder die lebhaften Vögel zu übersehen.
Man benötigt dafür kaum sportliche Voraussetzungen oder gar spezielle Ausrüstung. Angemessene Kleidung, festes Schuhwerk sowie bei Bedarf eine schnelle Fotokamera sind völlig ausreichend.

Bei der Dschungelwanderung Bei der Dschungelwanderung Bei der Dschungelwanderung Bei der Dschungelwanderung Mariyudō-Wasserfälle Bei den Kanpirē-Wasserfällen

Etwas abenteuerlicher ist dagegen schon eine Kombination aus Kanutour und Wanderung zum Pinaisāra-Wasserfall, der mit über 80 m der höchste Fall innerhalb der Präfektur Okinawa ist. Diese Höhe gilt es (unter ortskundiger Führung durch den Dschungel) zu überwinden, um anschließend an der oberen Kante des Wasserfalles zu stehen und die atemberaubende Aussicht zu genießen. Im Anschluß daran wandert man wieder bergab, um denselben Wasserfall auch von unten zu betrachten. Wer möchte, kann bei der Gelegenheit auch ein kurzes Bad im Wasser des Falles nehmen, das jedoch unerwartet kalt sein dürfte…

Blick von der Kante des Pinaisāra-Wasserfalls ... und derselbe Fall von unten

Die einzelnen Pensionen auf Iriomote offerieren ihren Gästen noch zahlreiche weitere Abenteuer, angefangen von Schnorchel- und Tauchausflügen bis hin zu nächtlichen Dschungeltouren, um beispielsweise die hier lebenden Kokoskrabben oder den südlichen Sternenhimmel zu beobachten.

Nur eine Viertelstunde Überfahrt mit dem Wasserbüffelkarren benötigt man, um auf die kleine Insel Yubu-jima 由布島 zu gelangen. Sie wurde in einen prachtvollen Garten verwandelt, inklusive eines herrlichen Schmetterlingshauses, in dem man die sonst meist sehr eiligen Flatterer endlich einmal in Ruhe vor die Linse bekommt.

Überfahrt nach Yubu-jima Eindrücke von Yubu-jima Eindrücke von Yubu-jima Eindrücke von Yubu-jima Eindrücke von Yubu-jima Eindrücke von Yubu-jima

Kaum ein Besucher Iriomote-jimas wird wohl einen Besuch des Hoshi-zuna no hama 星砂の浜 versäumen, um hier den berühmten „Sternensand“ zu suchen, den man nur an ganz wenigen Orten auf den Ryūkyū-Inseln findet.
Am Hoshizuna-no-hama „Sternensand“ und „Sonnensand“
Folgt man der einzigen größere Straße entlang der Küste bis zu ihrem südlichen Ende, verliert sie sich in immer schmaleren Pfaden, um schließlich ganz zu verschwinden. Hier gelangt man zu einem weiteren Strand, der eine Besichtigung wert ist: den Haemida-no-hama 南風見田の浜. Er wartet mit Felsformationen auf, die teilweise organisch, teilweise gespenstisch wirken, auf jeden Fall aber beeindruckend schön sind.

Steinformationen am Haemida-Strand Steinformationen am Haemida-Strand

Abschließend möchte ich hier noch Japans südlichstes onsen auf Iriomote erwähnen, denn ein Bad in einer heißen Quelle kann auch bei subtropischen Temperaturen entspannend und erfrischend wirken und einfach Spaß machen.


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