Die Yaeyama-Inseln

Die Yaeyama-Inseln als südlichste Inselgruppe Japans bieten eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, die sie zu einem ganz besonderen Reiseziel machen.
Ishigaki-jima und Iriomote-jima als die größten Inseln der Yaeyamas habe ich extra aufgeführt, hier möchte ich drei weitere Vertreter vorstellen, deren Besuch sich durchaus lohnt:


Taketomi-jima - Ein Idyll fur sich

Bei einem Besuch der Yaeyamas sollte man auf keinen Fall einen Ausflug auf die kleine Insel Taketomi mit ihrem reizvollen Dörfchen versäumen. Die Häuser mit den typischen Gartenmauern aus Korallenstein sind durchweg im alten Yaeyama-Stil erhalten. Bei einem Spaziergang wirkt es geradezu, als sei die Zeit hier stehengeblieben.


Eine besondere Attraktion ist eine Tour durch die schmalen Straßen mit dem Wasserbüffelkarren, diese sanften Riesen können einem aber auch sonst als dankbare Fotomotive hier und da im Dorf begegnen.

Das Informationszentrum gleich am Hafen hält einige regionaltypische Exponate sowie allerlei interessante Bücher bereit, derzeit leider nur in Japanischer Sprache.
Die Herstellung der minsā-Weberei kann man in der Volkskunsthalle Mingeikan 民芸館 verfolgen, nähere Informationen sind auch hier leider nur in Japanisch verfügbar.

In nur wenigen Minuten zu Fuß (Fahrräder zum Verleih sind allerdings auch verfügbar) gelangt man vom Dorf ans Meer. Ein Spaziergang am Ufer entlang bringt den Besucher an den Kondoi-Strand, bei entsprechendem Wetter kann man hier gut baden. Kurz darauf erreicht man den Kaiji-Strand, der unter der Bezeichnung Hoshi-zuna no hama 星砂の浜 vor allem bekannt ist für seinen sternförmigen Sand, eigentlich die Skelette winzig kleiner Meerestiere. Es wird darum gebeten, diesen nicht einzusammeln, jedoch kann man ihn in kleine, hübsche Fläschchen verpackt auch käuflich erstehen.

Für den Ausflug nach Taketomi genügt normalerweise ein Tag, wer sich jedoch entscheidet, hier eine Nacht zu verbringen, wird mit einem wunderschönen Sonnenuntergang am Strand belohnt. Und mit einem frühen Morgenspaziergang über die dann noch kaum besuchte Insel.


Hateruma - das südlichste Ende Japans

Die kleine Insel Hateruma ist vor allem bekannt für drei Dinge: Zum ersten kann man hier den südlichsten Zipfel Japans betreten. Darüber hinaus gilt die Landschaft hier als besonders schön, speziell das tiefblaue Meer vor Hateruma wird oft gelobt.
Darüber hinaus wird hier der einheimische Awanami-Schnaps hergestellt, die nur selten von der Insel exportiert wird und daher in anderen Gegenden Okinawas bzw. Japans nur schwer erhältlich ist. südlichster Punkt Japans


Yonaguni - Geheimnisvolle Ruinen

Yonaguni ist der westlichste Punkt Japans und vor allem für Taucher ein beliebtes Reiseziel. Eine besondere Attraktion sind die seit einigen Jahren berühmten „Unterwasser-Ruinen“, über deren Herkunft die Wissenschaft nach wie vor streitet: natürlichen Ursprungs oder aber von Menschen gestaltet?
Daneben gibt es mit etwas Glück die Möglichkeit, während der richtigen Saison Hammerhaie und Walhaie (selten) bei ihren Wanderungen zu sehen.
Da in dem Meer um Yonaguni jedoch nicht ganz ungefährliche Strömungen lauern, empfehlen sich Tauchgänge hier eher nicht für Anfänger.


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