OKINAWA@EFM 2013 - Berlinale 2013

Für das Okinawa Film Office war ich während der Berlinale 2013 als Local Coordinator tätig. Bereits einige Wochen im Voraus machte ich mich daran, interessierte Gäste aus Film, Funk und Fernsehen zu kontaktieren und für die Promotionveranstaltung „Small Islands, Big Dreams. OKINAWA@EFM 2013“ im EFM Café des Marriott Hotels einzuladen. Für dieses Event - welches dem Publikum einerseits den Filmstandort Okinawa vorstellen und einen Eindruck von der Schönheit der Inseln vermitteln sollte - führte ich auch als Moderator durch das Programm.
Daneben erledigte ich diverse weitere anfallende Arbeiten für das Okinawa Film Office wie Übersetzungen aus dem Japanischen, Recherchen oder gelegentlich auch die Standbetreuung auf dem European Film Market. Ziel war es, Filmproduktionsfirmen weltweit auf Okinawa als verlockende Location für künftige Projekte neugierig zu machen. Im Zuge dessen wurden auch diverse regionale Produktionen vorgestellt.
Die tokusatsu-Serie Halser Acre ハルサー エイカー beispielsweise verbindet japanische Superhelden-Action mit einem Ideal von Naturverbundenheit und verantwortungsbewußter Ökologie:



Im Rahmen des EFM wurde die auf Okinawa gedrehte und auf dem Montreal World Film Festival zweifach ausgezeichnete japanisch-kanadische Koproduktion „Karakara“ カラカラ gezeigt. In diesem auf ruhige Art faszinierenden Roadmovie gerät ein Kanadier in seinen 60ern auf Okinawa eher unfreiwillig in ein Abenteuer mit einer unzufriedenen japanischen Haus- und Ehefrau. Dieses führt die beiden auf eine Reise kreuz und quer über die Insel, dank der sie wieder den Weg zurück zu sich selbst und ihrem Lebenssinn finden.



Beide Produktionen wurden auch während der Promotionshow „Small Islands, Big Dreams. OKINAWA@EFM 2013“ vorgestellt. Als besonderer Hingucker reiste zusammen mit dem Autoren der Serie YAMADA Yūki 山田優樹 die Actiondarstellerin der Hauptfigur Halser Ai mitsamt maßgeschneidertem Kostüm an und gab eine beeindruckende Kostprobe ihrer Martial Arts-Künste.

Für eine stilgerechte musikalische Untermalung der Veranstaltung sorgte das Duo PANASIA mit typischen Liedern Okinawas, live gespielt auf Sanshin und Gitarre. Eine Kostprobe des lokalen Orion-Biers sowie des okinawaischen Reisschnapses Awamori (der übrigens im Film „Karakara“ eine ganz besondere Rolle spielt) kam den Gästen ebenso hervorragend an.
Neben den eigentlichen anfallenden Arbeiten konnte ich als lokaler Koordinator auch hilfreich bei der Wahl eines geeigneten Lokals für ein gemeinsames Abendessen sein. Da die lokale Küche der Inseln unter anderem auch gekochte Schweinsfüße als Spezialität bereithält, bietet sich für Gäste aus Okinawa eine deutsche Delikatesse natürlich ganz besonders an: Eisbein! Nach den zufriedenen Reaktionen zu urteilen, erwies sich das Georg-Bräu in Berlin als ausgezeichnete Wahl, um die deutsche Küche gepaart mit hausgebrautem Bier vorzustellen!


Kurze Zeit später war ein Artikel über die Veranstaltung in der Online-Zeitung „Ryūkyū-Shinpō“ zu lesen, inclusive Gruppenfoto!

Andreas Kupsch