Über mich

...und warum „watarigani“?


Gegessen habe ich schon immer gern. So gern, daß ich zunächst - vor langer Zeit - eine Ausbildung zum Koch absolvierte. Doch nach ein paar Jahren merkte ich dann, daß ich lieber für mich selbst oder im kleinen Kreis koche als in den Küchen von Restaurants und Hotels.

Zudem hatte ich seit meiner Jugendzeit ein Faible für Japan sowie die japanische Sprache, eine erste Reise dorthin konnte dieses Interesse nur noch vertiefen. So nutzte ich die Chance, die Kochschürze an den Nagel zu hängen und beschloß, mich statt dessen in den Hörsälen der Universitäten umzusehen. Mein Ziel: ein Abschluß als Magister artium der Japanologie.

Da ist es mit der Sprache allein natürlich nicht getan, vielmehr gibt es aus Bereichen wie Religion, Politik, Literatur, Kunst, Musik und Theater sowie all den anderen Aspekten der japanischen Kultur aus Geschichte und Gegenwart jede Menge Stoff zu lernen und zu ergründen. Aus all dem Angebot an Wissens- und Forschenswertem entschied ich mich während eines Studienjahres an der Tokyoter Rikkyô-Universität für ein Thema aus der Eßkultur, um darüber meine Magisterarbeit zu schreiben: die regionale Küche in den Bergen Naganos.

Heute - einige Jahre nach meinem erfolgreichen Abschluß - hat mich dank der unermüdlichen Unterstützung durch meine Frau die Lust, an der japanischen Kulinaristik zu forschen, erneut gepackt. So arbeite ich mich in die Eßkultur der südlichsten Regionen Japans ein: der Ryūkyū-Inseln.

Momentan arbeite ich freiberuflich als Reise- und Gästeführer in Potsdam und Japan, als Übersetzer vom Japanischen ins Deutsche und auf Messen sowie Veranstaltungen. Ganz besonders freue ich mich jedoch darüber, daß meine Familie mich überallhin begleiten würde, auch wenn mich mein Weg wieder für längere Zeit nach Japan führen sollte...


Und warum nun „watarigani“?

Das japanische Wort „watarigani“ (ワタリガニ, 渡り蟹) bezeichnet eine überaus schmackhafte Krabbenart und bedeutet in etwa „Wanderkrabbe“. Da ich darin meine Vorlieben für leckeres Essen sowie das Reisen vereint fand, hielt ich es für den Titel durchaus passend. :o)